Luft Luft Waermepumpe

Luft-Luft-Wärmepumpe: Heizen mit Klimageräten

Viele denken bei einer Klimaanlage erst mal an Sommer, Hitze und kühle Luft im Wohnzimmer. Dass dieselbe Technik auch effizient und kostengünstig heizen kann, wissen nur wenige. Dabei sind moderne Klimageräte vollwertige Wärmepumpen.

Denn Klimaanlagen sind sogenannte Luft-Luft-Wärmepumpen. Sie entziehen der Außenluft Wärme und geben sie direkt an die Raumluft ab. Ganz ohne Heizkörper, Fußbodenheizung oder wasserführenden Rohrleitungen.

Diese Art der Heizung ist kein Zukunftsexperiment, sondern seit Jahrzehnten praxiserprobt. Gerade für Einfamilienhäuser bietet sie eine einfache und flexible Lösung, um sich Stück für Stück von Öl oder Gas zu verabschieden. Und das mit überschaubarem Aufwand.

Wer bereits eine Klimaanlage besitzt, kann sie meist ohne zusätzlichen Aufwand auch zum Heizen nutzen. Und wer neu einsteigt, hat mit Split- oder Kompaktgeräten die Möglichkeit, Raum für Raum damit auszustatten, auch als Ergänzung zur bestehenden Heizung.

Besonders spannend: Im Gegensatz zur klassischen Luft-Wasser-Wärmepumpe, die an die Heizkörper oder an die Fußbodenheizung angeschlossen werden muss, bringt ein Klimagerät die komplette Wärmeübertragung bereits mit.

Größere Umbauten an der Heizungsanlage entfallen. Auch ein Pufferspeicher ist nicht nötig. Und genau das macht die Klimageräte zu einer echten Alternative, gerade im Altbaubestand.

In diesem Artikel erfährst du, wie Luft-Luft-Wärmepumpen funktionieren, für welche Häuser sie sinnvoll sind, was sie kosten und worauf du bei der Auswahl achten solltest.

Splitgerät mit Innen- und Außeneinheit zur Raumheizung
Innengerät (oben) und Außengerät (unten) einer Split-Klimaanlage (Quelle: Adobe Stock)

Was ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe?

Klimaanlagen können nicht nur kühlen, sondern auch sehr effizient heizen. Was im ersten Moment überrascht, ist bei genauerem Hinsehen eine durchdachte Technik, die in beide Richtungen arbeiten kann:

Im Kühlbetrieb entziehen sie der Raumluft Wärme und leiten sie nach draußen. Beim Heizen kehrt sich dieser Prozess einfach um. Die der Außenluft entzogene Wärme wird über das Innengerät ins Haus transportiert.

Das Entscheidende dabei: Es braucht keine wasserführenden Rohrleitungen und keine Heizkörper oder Ähnliches. Die Wärmeübertragung geschieht von Luft zu Luft.

Der Unterschied zur „normalen“ Heizungswärmepumpe liegt im Wärmeverteilsystem. Während Luft-Wasser-Wärmepumpen an bestehende Heizflächen wie Radiatoren oder Flächenheizungen gekoppelt werden müssen, hat ein Klimagerät sein eigenes Wärmeübergabesystem.

Das Innengerät ist ein moderner Hochleistungsheizkörper, nur eben mit Luft. Dank der feinen Lamellenstrukturen erreicht es eine enorme Oberfläche. Selbst die kleinsten handelsüblichen Geräte kommen auf eine Wärmetauscherfläche von 7 Quadratmetern, wodurch sie auch mit möglichen niedrigen Heiztemperaturen effizient arbeiten.

Weil das gesamte System ab Werk abgestimmt ist, und auch bei Überdimensionierung effizient heizt, braucht es nicht einmal eine aufwendige Heizlastberechnung, die bei Luft-Wasser-Wärmepumpen zwingend nötig wäre. Du musst keine Heizkörper austauschen und keine Rohrleitungen überprüfen. Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert auch die Fehlerquellen bei der Planung.

Gerade im Bestand ist das ein echter Vorteil. Lange Heizungsrohre im Mauerwerk, schlecht gedämmte Leitungen und Wärmeverluste auf dem Weg vom Heizgerät zum Raum, reduzieren die Effizienz von Luft-Wasser-Wärmepumpen. All das spielt hier keine Rolle.

Auch der Einbau ist vergleichsweise unkompliziert. Die Technik kommt annähernd betriebsbereit ins Haus. Sobald die Geräte montiert, elektrisch angeschlossen und mit der Kältemittelleitung verbunden sind, ist das System einsatzfähig.

Im Gegensatz dazu erfordert eine Luft-Wasser-Wärmepumpe oft zusätzliche Komponenten wie einen Pufferspeicher, Umwälzpumpen und auch ein hydraulischer Abgleich muss gemacht werden. Jede zusätzliche Komponente drückt dabei die Effizienz. Bei der Luft-Luft-Variante entfällt das alles.

Luft-Luft-Wärmepumpe: Heizfunktion bequem per Fernbedienung
Bei Splitanlagen wird das Innengerät meist an der Wand unterhalb der Decke installiert (Quelle: Adobe Stock).

Klimaanlage oder klassische Wärmepumpe? Der kleine, aber feine Unterschied

Wer bereits eine Klimaanlage besitzt, kann sie meist problemlos auch zum Heizen nutzen. Das spart fossile Brennstoffe und senkt die Heizkosten. Selbst wenn die Heizleistung der Klimaanlage nicht an die der vorhandenen Öl- oder Gastherme herankommt, reicht sie bei der Wärmeversorgung zumindest für den Grundbedarf aus.

Besonders in gut gedämmten Gebäuden lassen sich Räume damit ganzjährig beheizen. Und ein weiterer Vorteil ist: Wer bisher noch keine Klimageräte nutzt, muss nicht sofort komplett umrüsten. Der Umbau kann Schritt für Schritt erfolgen. Diese schrittweise Umrüstung macht den Umstieg planbar, finanziell gut kalkulierbar und du kannst dich langsam mit der Technik vertraut machen.

Split-Geräte eignen sich vor allem für Ein- oder Zweifamilienhäuser, werden aber vermehrt auch in Mehrfamilienhäusern eingesetzt. Sogenannte Einzelgeräte bestehen aus einem Innen- und einem Außengerät. Pro Raum kommt ein Einzelgerät zum Einsatz. Sollen mehrere Räume versorgt werden, sind sogenannte Multi-Split-Systeme eine gute Wahl.

Dabei versorgt ein Außengerät bis zu fünf Inneneinheiten. Das reduziert den Platzbedarf außen und hilft, Schallgrenzen besser einzuhalten. Für die Montage von Einzelgeräten brauchst du in der Regel nur einen normalen Wechselstromanschluss. Für die leistungsstärkeren Multisplitanlagen ist meist Drehstrom notwendig.

Schema einer Multi-Split-Luft-Luft-Wärmepumpe für mehrere Räume
Multisplitanlagen können bis zu fünf Innengeräte mit Wärme versorgen (Quelle: Carsten Herbert).

Monoblock-Klimageräte: Heizen und Kühlen ohne Außengerät

Neben den bereits erwähnten Split-Systemen mit Innen- und Außengerät, gibt es auch Kompaktgeräte, die komplett in der Wohnung installiert werden. Diese sogenannten Monoblöcke sitzen an der Außenwand und tauschen über zwei Luftkanäle in der Wand (Bohrungen) Wärme mit der Außenluft aus.

Weil kein Außengerät nötig ist, eignen sie sich auch für Mietwohnungen oder Eigentumswohnungen mit begrenztem Außenbereich. Der Einbau erfordert nur zwei Kernbohrungen und eine Steckdose. Ein Kältetechniker ist dafür nicht notwendig.

Vor allem bei alten Nachtspeicheröfen oder dezentralen Gasheizungen kann der Austausch gegen diese Wandklimageräte eine sinnvolle Lösung sein. Die Monoblöcke heizen und kühlen zwar etwas weniger effizient als die Splitanlage, aber sie sind immer noch um ein Vielfaches besser als die Nachtspeicheröfen. Außerdem kann die vorhandene Elektroinstallation größtenteils weiterverwendet werden.

In städtischen Lagen, wo zentrale Heizsysteme schwer umzusetzen sind, bieten diese Geräte eine einfache Alternative. Selbst in Eigentümergemeinschaften, wo größere Umrüstungen oft scheitern, lassen sich einzelne Wohnungen unabhängig auf Luft-Luft-Wärmepumpen umstellen.

Natürlich gibt es auch Einschränkungen. Die Geräte erzeugen Luftbewegung und geben Geräusche von sich. Wer empfindlich auf Zugluft reagiert oder absolute Stille im Wohnraum braucht, sollte sich vorher gut beraten lassen.

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7 gute Gründe für den Umstieg auf Luftheizung

1. Einfach nachrüstbar: Besonders im Bestand interessant

Was viele nicht wissen: Klimageräte lassen sich auch nachträglich ganz unkompliziert einbauen. Es braucht keine wasserführenden Leitungen, keine Heizkörper, keine Fußbodenheizung. Die Geräte kommen fertig vorkonfektioniert ins Haus und müssen im Prinzip nur noch an der Wand montiert, die Kältemittelleitung verbunden und elektrisch angeschlossen werden.

Besonders im Bestand ist das ein echter Vorteil. Du brauchst keine aufwendige Planung, musst keine Wände aufreißen, keine Rohre verlegen und keine Heizflächen tauschen. Auch die Frage, ob die Heizkörper zur Wärmepumpe passen, stellt sich hier nicht. Das spart nicht nur Aufwand, sondern reduziert auch viele Fehlerquellen, die bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe auftreten können.

Klimagerät zum Heizen im Wohnraum mit Fernbedienung steuerbar
Innengerät einer Split-Klimaanlage. Die Bedienung erfolgt bequem durch eine Fernbedienung. (Quelle: Adobe Stock)

2. Doppelfunktion: Heizen und Kühlen mit einem Gerät

Ein weiterer Vorteil: Mit einem Klimagerät bekommst du zwei Funktionen in einem Gerät. Im Sommer kannst du damit kühlen, im Winter heizen. Es handelt sich technisch um denselben Prozess, nur umgekehrt.

Das macht das System besonders interessant für Räume, die sich im Sommer stark aufheizen, etwa unter dem Dach oder mit großen Fensterflächen. Im Winter sorgt das Gerät dann dafür, dass es auch bei frostigen Außentemperaturen angenehm warm bleibt. Und zwar schnell und zuverlässig.

3. Geringe Investition bei hoher Wirkung

Wer denkt, Wärmepumpentechnik sei immer und unbedingt teuer, wird bei den Klimageräten überrascht sein. Gute Geräte bekommst du bereits für rund 1.000 bis 1.500 Euro pro Kilowatt Heizleistung. Mobile Geräte oder vorbefüllte Monoblöcke gibt’s teilweise schon für unter 500 Euro pro Kilowatt.

Im Vergleich zu Luft-Wasser- oder gar Erdreich-Wärmepumpen sind das Welten. Trotzdem bekommst du ein vollwertiges Heizsystem. Nur eben kompakt, dezentral und mit überschaubarem Aufwand. Wenn du zusätzlich Strom aus einer PV-Anlage nutzt, sinken die laufenden Kosten nochmal deutlich.

4. Schnelle Reaktion, kein träger Heizkreislauf

Klimageräte reagieren sehr schnell. Nach dem Einschalten dauert es oft nur wenige Minuten, bis warme Luft den Raum durchströmt. Im Gegensatz zu einem wassergeführten Heizsystem, bei dem erst das Heizwasser erwärmt, durch die Leitungen geschickt und dann an die Heizfläche übertragen werden muss, geht hier alles viel direkter.

Das ist besonders in der Übergangszeit praktisch. Du brauchst nur für ein, zwei Stunden ein bisschen Wärme? Kein Problem. Klimagerät an, wenn die Temperatur erreicht ist, kann das Gerät wieder ausgeschaltet oder die Leistung reduziert werden. All das funktioniert ohne zeitliche Verzögerung (Trägheit) und ohne Wärmeverluste im Leitungssystem.

5. Weniger CO₂, mehr Energieeffizienz

Wer mit einem Klimagerät heizt, reduziert seinen CO₂-Ausstoß sofort, wenn vorher mit Öl oder Gas geheizt wurde. Denn das Gerät nutzt die Wärme aus der Umgebungsluft und transportiert diese nach innen. Dafür braucht es aber sehr viel weniger Strom, als Wärme transportiert wird. Der Wirkungsgrad ist dabei vergleichbar mit klassischen Luft-Wasser-Wärmepumpen.

Warum ist das so? Ganz einfach, weil es keine langen Rohrleitungen, keine Pufferspeicher, keine Umwälzpumpen gibt, die Energie verbrauchen oder Verluste verursachen. Alles ist kompakt, perfekt aufeinander abgestimmt und sehr effizient.

6. Luftreinigung inklusive: Gut für Allergiker

Moderne Klimageräte haben heute serienmäßig Filter eingebaut. Diese filtern Feinstaub und andere Partikel wie Pollen aus der Luft. Im Sommer sorgt die Entfeuchtungsfunktion zusätzlich dafür, dass das Raumklima angenehm bleibt.

Im Winter wird die Luft nicht nur erwärmt, sondern gleichzeitig gereinigt. Das ist besonders für Allergiker interessant, aber auch für alle, die einfach saubere Luft im Raum haben möchten. Ganz ohne zusätzliche Geräte.

7. Modular erweiterbar: Raum für Raum nachrüsten

Du musst nicht gleich das ganze Haus umrüsten. Viele beginnen erst mal mit nur einem Gerät im Wohnbereich. Wenn das gut funktioniert, folgen später weitere Räume, beispielsweise das Büro, das Schlafzimmer und die Kinderzimmer.

Das macht die Umstellung planbar und finanziell überschaubar. Du kannst dich mit der Technik vertrautmachen und dich Schritt für Schritt von Öl oder Gas verabschieden. Gerade im Bestand ist das oft ein praktikablerer Weg.

Aber passt das zu deinem Haus? Voraussetzungen und Grenzen

Nicht jedes Haus eignet sich automatisch für eine Luft-Luft-Wärmepumpe, aber in vielen Fällen passt das System besser, als wir denken.

Speziell Passivhäuser (hochgedämmte Häuser) und energetisch sanierte Altbauten profitieren besonders, weil hier deren Heizlast deutlich reduziert ist. Die Geräte lassen sich dort einsetzen, wo Wärme gebraucht wird, ganz ohne Verteilverluste über lange Rohrleitungen.

Aber auch in ungedämmten Altbauten kann sich der Einsatz lohnen, zum Beispiel als Ergänzung zur vorhandenen Heizung. Gerade in der Übergangszeit oder in Räumen mit besonders hohem Komfortbedarf sind Klimageräte eine hervorragende Option.

Außengerät einer Split-Klimaanlage an der Fassade eines Einfamilienhauses
Außengerät einer Split-Klimaanlage. Die Installation erfolgt oft in der Nähe der Innengeräte auf der Innenseite der Wand, um die Leitungslängen kurz zu halten (Quelle: Adobe Stock).

Es gibt allerdings auch Einsatzgrenzen und Nachteile. Wer eine zentrale Warmwasserbereitung erwartet, wird möglicherweise enttäuscht. Denn die allermeisten Luft-Luft-Wärmepumpen sind reine Raumheizgeräte. Für die Warmwasserversorgung braucht es in der Regel eine zusätzliche Lösung, zum Beispiel eine Warmwasser Wärmepumpe. Nur wenige Klimaanlagen bieten auch einen Anschluss an die Warmwasserbereitung.

Auch die akustischen Eigenschaften solltest du im Blick behalten. Ein Klimagerät bewegt Luft, das bringt zwangsläufig Geräusche mit sich. Wer empfindlich gegenüber Zugbewegungen oder geräuschempfindlich ist, könnte sich gestört fühlen. Allerdings sind moderne Geräte meist deutlich leiser als befürchtet.

Ob sich die Investition lohnt, hängt stark vom Nutzungsverhalten ab. Wer die Geräte gezielt einsetzt, profitiert vom schnellen Wärmeeffekt und der hohen Effizienz. Der Stromverbrauch bleibt überschaubar, die Heizkosten vergleichsweise gering.

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Was kostet eine Luft-Luft Wärmepumpe?

Wer sich für eine Luft-Luft-Wärmepumpe entscheidet, hat vergleichsweise geringe Einstiegskosten. Die Geräte selbst starten bei etwa 1.200 Euro. Je nach Größe, Ausstattung und Hersteller können es auch mal 1.800 Euro sein. Hinzu kommen Montage, gegebenenfalls Wanddurchbrüche und Elektroanschluss.

Für ein einzelnes Split-Gerät in einem Raum liegst du inklusive Einbau meist bei rund 2.500 bis 3.500 Euro. Wer gleich mehrere Räume ausstattet oder auf ein Multi-Split-System setzt, sollte mit Gesamtkosten zwischen rund 10.000 und 20.000 Euro rechnen. Darin enthalten ist dann aber vom Außengerät bis zur letzten Fernbedienung praktisch alles.

Förderungen gibt es auch für Luft-Luft-Wärmepumpen. Die Förderbedingungen sind im Prinzip die gleichen wie bei Luft-Wasser-Wärmepumpen. Die Grundförderung für den Einbau beträgt 30 % der förderfähigen Gesamtkosten.

Dieser Basissatz kann dann noch durch verschiedene Zusatz- und Bonusförderungen auf einen maximalen Fördersatz von 70 % erhöht werden. Allerdings lohnt sich eine Förderung nur bei größeren Anlagen, ab einer Fördersumme von mehr als 10.000 Euro. Für Einzelanlagen ist das Förderprogramm zu aufwendig.

Dafür punktet das System im Betrieb. Der Stromverbrauch bleibt im Vergleich zur klassischen Elektroheizung deutlich geringer, besonders wenn die Anlage invertergeregelt (leistungsanpassend) arbeitet. Wer zusätzlich eine Photovoltaikanlage nutzt, senkt die laufenden Kosten noch einmal spürbar.

Die erforderliche Wartung ist überschaubar. Das meiste, wie beispielsweise die Filter und den Außenwärmetauscher reinigen, kannst du selbst machen. Bei guter Pflege laufen die Geräte locker fünfzehn Jahre und länger. Und selbst danach ist der Austausch meist einfach, weil die Technik modular aufgebaut ist. Wer clever plant und Strom selbst erzeugt, kann mit der Luft-Luft-Wärmepumpe so richtig ordentlich Heizkosten sparen.

Praxisbeispiele & Tipps: So klappt der Umstieg reibungslos

Bevor du dich für ein Gerät entscheidest, lohnt sich ein genauer Blick auf deine Anforderungen. Je nach baulichen Gegebenheiten und Wohnsituation kommen unterschiedliche Varianten infrage. Wandklimageräte funktionieren ohne Außeneinheit.

Sie lassen sich fast überall montieren, sogar in Eigentumswohnungen oder bei schwierigen Außenbedingungen. Dafür braucht es nur zwei Bohrungen durch die Außenwand und eine Steckdose.

Handwerker montiert Klimagerät im Innenraum
Montage eines Klimageräts im Dachgeschoss (Quelle: Adobe Stock)

Bei den klassischen Split-Geräten ist mehr Planung gefragt. Die Wahl des richtigen Standorts ist entscheidend, nicht nur innen, sondern vor allem auch außen. Denn Außengeräte sollten möglichst niemanden stören und daher nicht direkt unter dem Schlafzimmerfenster der Nachbarn hängen. In dicht bebauten Gebieten kann das zu einer kniffligen Aufgabe werden.

Auch der Stromanschluss spielt eine Rolle. Während ein einzelnes Gerät oft mit einem normalen Haushaltsanschluss auskommt, benötigen größere Systeme wie auch Multi-Split-Anlagen unter Umständen Drehstrom.

Da sollte ein Fachbetrieb hinzugezogen werden. Wichtig ist außerdem die Abstimmung zwischen Gerät und Raumgröße. Eine zu geringe Heizleistung führt zu Dauerbetrieb und höherem Stromverbrauch. Eine zu hohe Leistung sorgt für häufiges Takten und mindert die Lebensdauer.

5 Fehler, die du beim Einbau vermeiden solltest:

  • Falscher Standort: Hängt das Innengerät in einer Ecke, staut sich die warme Luft. Das Außengerät muss freistehen.
  • Ungünstige Luftführung: Wird die Strömung im Raum nicht richtig geplant, entsteht gegebenenfalls störende Zugluft.
  • Zu geringe Leistung: Wer aus Kostengründen ein zu kleines Gerät wählt, bekommt später Probleme mit der ausreichenden Wärmeversorgung.
  • Kein Fachbetrieb: Besonders bei Split-Geräten muss der Kältekreislauf von einer zertifizierten Fachfirma installiert werden. Hier solltest du nicht am falschen Ende sparen.
  • Falscher Stromanschluss: Multi-Split-Systeme brauchen in der Regel Drehstrom. Wer das im Vorfeld prüft und klärt, vermeidet beim Einbau möglichen Ärger.

Fazit: Für wen lohnt sich die Luft-Luft-Wärmepumpe?

Die Luft-Luft-Wärmepumpe ist praktisch für alle interessant, die möglichst schnell, einfach und kostengünstig Ihren Öl- oder Gasverbrauch reduzieren möchten.

Wer Stück für Stück umrüsten will, profitiert gleich doppelt: Die Technik lässt sich flexibel einsetzen, verursacht kaum Installationsaufwand und ist dennoch hocheffizient. Auch als Ergänzung zur alten vorhandenen Heizung kann die Technik sinnvoll eingesetzt werden.

Kurz gesagt: Die Luft-Luft-Wärmepumpe ist eine praktische Alternative für alle, die eine einfache und unkomplizierte Alternative zur Öl- und Gasheizung suchen und nicht zu viel Geld dafür ausgeben wollen.

Bildquellen:

1. Beitragsbild: Luft-Luft Wärmepumpe: Heizen mit Klimageräten (Canva Stock)
2. Innengerät und Außengerät einer Split-Klimaanlage (Adobe Stock)
3. Splitanlage an der Wand unter der Decke (Adobe Stock)
4. Multisplitanlagen können bis zu fünf Innengeräte mit Wärme versorgen (Carsten Herbert)
5. Innengerät einer Split-Klimaanlage (Adobe Stock)
6. Außengerät einer Split-Klimaanlage (Adobe Stock)
7. Montage eines Klimageräts im Dachgeschoss (Adobe Stock)

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Carsten Herbert
ENERGIESPARKOMMISSAR
Carsten Herbert ist Bauingenieur und war über 20 Jahre als Energieberater im Einsatz. Mit seinem Ingenieurbüro unterstützte er Bauherren, Kommunen und Unternehmen dabei, Gebäude energetisch sinnvoll zu modernisieren. Seine Schwerpunkte sind die Gebäude-Energieeffizienz, die er verständlich ohne Fachchinesisch vermittelt. Als ENERGIESPARKOMMISSAR erklärt er auf YouTube, in Seminaren und Vorträgen, wie Gebäude aufgebaut sind, wo Wärme verloren geht und wie sich der Energieverbrauch dauerhaft senken lässt. Sein Ziel ist es, Energieeffizienz verständlich zu machen und Menschen dabei zu unterstützen, die richtigen Entscheidungen für ihr Zuhause zu treffen.
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